Optimierung des Checkout Prozesses in Onlineshops: welche Daten kann man dem Kunden abverlangen?
Wer kennt es nicht: im Checkout eines Shops angekommen und man kommt an die Stelle, bei der man sich Registrieren muss. Doch was da: der Shop will Information, die er doch gar nicht braucht um mich zu beliefern! Man möchte das Geburtsdatum, die Telefonnummer, usw. Und was tun Kunden, die solche Daten nicht angeben wollen? Abbrechen und woanders kaufen.
Naja, nicht alle, aber wenn das wie in dem Beispiel von Prof. Mario Fischer dann doch bis zu 4% sind, dann kann sich das erheblich summieren.
In dem Bericht “Was kostet eine Telefonnummer?” wird ein sehr interessanter Test mit drei unterschiedlichen langen Formularen beschrieben und die Testergebnisse. Nur so viel zur Conversion Rate:
- kurzes Formular: 13,4% CR
- mittel langes Formular: 12,0% CR
- langes Formular: 10,0% CR
Also: man prüfe wieviele Infos in dem Formular denn wirklich notwendig sind, bevor man unnötig Umsatz verliert.




Und man sollte auch nicht vergessen, dass man unnötige Daten nach dem Datenminimierungsgebot (Siehe Bundesdatenschutzgesetz) auch gar nicht erheben bzw. speichern darf!
Man bewegt sich also auch rechtlich auf dünnem Eis, wenn man gerne noch dies und das wissen möchte, das aber zur Abwicklung eines Geschäftsprozesses nicht erforderlich ist.
Bsp.: Beim Newsletter wäre das tatsächlich nur die Mailadresse, die (natürlich) gefragt werden darf. Weitere Infos gingen nur begründet (z.B. das Bundesland, wenn im Newsletter dann nach Region differenziert wird).
Gruß,
Mario Fischer
Vielen Dank an Herrn Fischer, den SEO Guru der FH Würzburg. Die hälfte meiner Kollegen waren in seiner Kaderschmiede.
Noch ein kleiner Tipp: Ein Blog bekommt in der Regel mehr Comments, wenn kein no-follow gesetzt wird wie hier. Klar kann man argumentieren, dass dann keine Schwachsinnsbeiträge kommen, die nur Links abziehen wollen. Die Erfahrung und das Umsehen in anderen Blogs zeigt aber, dass das wohl die Minderheit ist. Ist aber sicher eine Frage der Philosophie.
Diese drei verschiedenen Formulare waren nicht für ein Online-Shop, also ist diese Analyse nur bedingt ableitbar. Bei einem Online-Shop sollte man schon Telefonnummer und Geburtsdatum abfragen können.
Warum die Telefonnummer?
Noch nie hat mich jemand angerufen, bei dem ich was bestellt hat. Sind das nicht die alten Zöpfe aus den Very-Old-Economy-Marketing?
Gut, man kann ja fragen – aber man muss wissen, dass das halt einfach Kunden kostet. Da beißt die Maus wohl keinen Faden ab!
Dafür hat man dann aber einen großen Pool an Telefonnummern und kann sie sich jeden Tag ansehen …