Jeder dritte Kauf in Online-Shops ist Print getrieben
Der gute alte Katalog – wie lange haben Versandhändler darauf gebaut?
In den “guten” alten Zeiten ohne Internet, konnte man dieses Medium perfekt durch Selektionen an z.B. Kundegruppen, Bestellverhalten und vielem mehr bedienen.
Der Katalog hat mittlerweile als Bestellkanal extrem verloren, dennoch hat das bedruckte Papier eine hohe Beduetung für Online-Shops.
Online Händler nutzen den Katalog, um gezielt Kaufanreize zu setzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des IfH Instituts für Handelsforschung an der Uni Köln in Zusammenarbeit mit dem auf E-Commerce-Lösungen spezialisierten Softwarehaus Hybris.
Von einer “strategischen Wiederbelebung” des Katalogs sprechen die Forscher: Die aktuelle Studie ”Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel” zeigt, dass bei knapp jedem dritten Kauf in Online-Shops vorab eine Informationssuche in Katalogen stattfindet.
Wie der Zeitvergleich der Multi-Channel-Studienreihe des ECC Handel am IFH Köln zeigt, ist der Niedergang des Bestellmediums Print-Katalog vor allem auf eine erhöhte Kannibalisierung der Umsätze durch Online-Shops zurückzuführen. Dennoch liegen in vielen Haushalten Kataloge “in Reichweite – auf dem Couchtisch oder auf dem Sofa”, so die Forscher. Die aktuellen Studienergebnisse zeigen, dass bei knapp 17 Prozent der Käufe in Online-Shops eine Informationssuche im Katalog den Impuls zur Wahl des Anbieters geliefert hat. Kunden entscheiden sich also aufgrund der Informationssuche im Katalog für einen Kauf im Online-Shop des Anbieters. Knapp 20 Prozent des gesamten Umsatzes in Online-Shops sind auf die Informationssuche in Print-Katalogen desselben Anbieters zurückzuführen.
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Hier scheint sich der Autor des Artikels auf dem Taschenrechner vertippt zu haben: 17 bzw. 20 Prozent sind mitnichten “knapp ein Drittel”, sondern allenfalls knapp ein Fünftel.
Leider fehlt ein Link zur Studie. Interessiert hätte mich der Trend – ist der genannte Anteil eher steigend oder eher rückläufig – und die Frage, ob das nur in den erwähnten Haushalten so ist, oder ob das Geschriebene auch für den B2B-Bereich gilt, und welche Versandhändler untersucht werden. Wenn zB solche “Online-Händler” wie IKEA mit dabei waren, würde mich die Zahl überhaupt nicht wundern – ich vermute, bei IKEA läge der Anteil der vorherigen Katalogrecherchen beim Onlinekauf nahe an 100%. Bei itunes würde ich ihn eher nahe 0 vermuten.
Es kommt wie immer darauf an, was der Kunde erwartet. Pauschal von einer “strategischen Wiederbelebung” zu reden, halte ich daher für abwegig.